Schatz, Hasi oder Mutti:
Die Kosenamen der Deutschen


Ergebnisse einer Eigenstudie von NAMBOS naming & research

Ein Sprichwort besagt, dass der einzige Name, der den Menschen wirklich
charakterisiert, der Spitzname ist. Daher wollten wir herausfinden, welche
Kosenamen die Menschen in Deutschland ihren Liebsten geben, wie
kreativ sie bei der Auswahl sind und welche dabei am häufigsten
verwendet werden. Daher haben wir bundesweit 1002 Menschen zu
diesem Thema befragt und sehr interessante Ergebnisse erhalten.
Von den Befragten leben 46 % in einer Partnerschaft und sprechen ihren
Partner mit einem Kosenamen an. Mit Abstand am häufigsten wird die
Bezeichnung "Schatz" verwendet, gefolgt von "Schatzi", "Hase", "Liebling" und "Schnucki".

Dabei verhalten sich die Geschlechter relativ gleich, auffällige
Unterschiede gibt es jedoch im Generationenvergleich: Je älter die
Befragten sind, desto variantenreicher sind die Bezeichnungen. Jüngere
sind wenig einfallsreich, "begnügen" sich mit den gängigen Kosenamen:
63% der unter 30jährigen nennen ihren Partner schlicht "Schatz" oder "Schatzi".

I m Ost-West-Vergleich liegen "Schatz" und "Schatzi" relativ dicht
beieinander. Sehr beliebt in den neuen Ländern sind Namen wie "Papa",
"Mutti" oder "Liebster", die Bewohner der alten Länder bevorzugen eher
"Dicker" oder "Spatz".

In größeren Städten sind die Kosenamen differenzierter, wahrscheinlich
aufgrund von vielen verschiedenen Lebensstilen und Persönlichkeiten. In
ländlich strukturierten Gemeinden dominieren eher die Schatz-Varianten.

Die Sonstigen Nennungen können in 6 Cluster gegliedert werden:
1. Persönliches (Mitzel, Hatzi, Bogel),
2. Fremdländisches (Cherie, Habibi),
3. Verehrendes (Chef, Hübscher),
4. Intimes (Stecher, Pussy), 5. Niedliches (Muckele, Knüttelchen, Kuschi, Fussel),
6. Tierisches (Rattenschwänzchen, Tatzi, Ziege).

Dazu Sprachwissenschaftler Markus Lindlar, Geschäftsführer von
NAMBOS: "Dass "Schatz" der beliebteste Kosename der Deutschen ist
war erwartbar. Allerdings hätten wir die Deutschen doch weitaus kreativer
eingeschätzt. Aber das Ergebnis spiegelt auch den Trend unserer Kunden
wieder, bei Markennamen momentan eher auf Bodenständigkeit zu achten."

Top 10 der Kosenamen:

1. Schatz (37 %)
2. Schatzi (9,6 %)
3. Hase (3,9 %)
4. Liebling (3,5 %)
5. Schnuckel/Schnucki (3,1 %)
6. Mausi (2,8 %)
7. Bär/Bärchen/Bärli (2,2 %)
8. Papa/Papi/Papilein (2,0)
9. Abkürzung/Verniedlichung des Vornamens (1,5 %)
10. Kleiner/Kleine/Kleines (1,7 %)

Besonders skurrile Kosenamen:
Ringelriemchen, Muschipinsel, Kanzler, Popolinski, Amorino, Eifelfee, Captainkick, Anaconda, Amtmann, Dr. Pöpper, Pupsmeister.